IRONMAN 
World Championship 
Kona | Hawaii

Impressionen + Ergebnisse

Impressionen

2025 - Meine erste Langdistanz-WM in Kona

Last Women-Edition

Das emotionalste, schönste, schwerste und lehrreichste Rennen zugleich....

 

Nach einem für mich persönlich schwierigen Sommer, in dem andere Aufgaben Priorität hatten und dafür weniger Training möglich war und ich an diversen angemeldeten Wettkämpfen nicht teilnehmen konnte, ging es nach einer dafür sensationellen Trainings-Aufbauphase von 1.5 Monaten los auf die Reise um den halben Erdball herum nach Kona, Hawaii.

Mit der United und Zwischenlandung in San Francisco hatten wir eine angenehme Reise und sind gut vor Ort angekommen. 

An dieser Stelle meinen grössten und herzlichsten Dank an Brigitte. Danke für die sensationelle Organisation und für diese wunderschöne Zeit, die ich mit Dir zusammen erleben durfte.

In einem etwas weiter entfernten AirBnb haben wir dann erst einmal eine ganz tolle Unterkunft beziehen und ankommen dürfen. 

Die ersten Tage standen natürlich ganz im Fokus auf die letzten Trainingseinheiten, Akklimatisierung an die feuchte Hitze und den neuen Zeitrhythmus, Umgebungs- und Streckenbesichtigung.

Und dann kam der lang ersehnte Moment schneller als gedacht. Einchecken für den Renntag, in den ich voller Hoffnung und doch etwas mit gemischten Gefühlen gestartet bin.

Am Freitag 1 Tag vor dem Rennen hatte ich mit zyklusbedingten Beschwerden zu kämpfen. Aber die Hoffnung war natürlich, dass wenn ich mir gute Ruhe gönne, dass dies dann am nächsten Tag schon Geschichte sein wird und ich voll durchstarten kann.

Beim Schwimmen und auf dem Rad hat das auch prima geklappt. Beim Schwimmen habe ich mich super gefühlt, bin aber am Anfang mitten im Pulk nicht ganz gut weg gekommen. Ich habe mich aber bis zum Schluss stark und kräftig gefühlt und so wie ich konnte einfach mein Bestes gegeben. Wie schon die ganze Woche davor haben uns wieder unzählige Fische begleitet und das klare Wasser lädt auch mit den zum Teil etwas höheren Wellen wunderbar zum Schwimmen ein.

Dann auf dem Rad habe ich mich super gefühlt. Bis auf eine Toi Toi Pause bei km 60 lief es genau wie geplant und ich konnte unzählige Athletinnen überholen und schön gleichmässig mein Rennen fahren bis zum Schluss. Es war ein super Gefühl und ich bin mit super Beinen zurückgekommen.

Aber leider haben mich in T2 die Zyklusbeschwerden wieder eingeholt. Auch ein Toi Toi Aufenthalt hat da nicht weitergeholfen. Die Schmerzen waren so schlimm, dass ich auf dem Lauf bei km 3.5, 11 und 15 nochmals einen Stopp einlegen musste. Aber jedes Mal, wenn ich wieder kräftiger laufen wollte, kamen die Schmerzen zurück. So wurde aus dem Rennen nur noch ein lockerer Lauf. Dafür konnte ich dann bis zum Schluss gut durchlaufen und ab km 35 habe ich mich sogar etwas besser gefühlt und konnte noch ein wenig beschleunigen.
Auch wenn unterwegs einige Tränen geflossen sind, habe ich wieder in einen liebevollen Dialog mit meinem Körper gefunden und wiederum geschafft, alle Ambitionen zu Gunsten der Finish-Line loszulassen. Was sich im Nachhinein als nicht selbstverständlich erwiesen hat, diese tatsächlich zu erreichen.

Nach dem Rennen im ersten Moment nach 3-4h Schmerzen dachte ich mir... das war es jetzt mit dem Triathlon... das werde ich mir nie wieder antun... doch schon am nächsten Tag (ich musste über mich selber schmunzeln ;-) hat meine Motivation wieder Überhand genommen und wie könnte es anders sein, habe ich gleich meine Saison 2026 angefangen zu planen und ich freue mich schon darauf, irgendwann wieder hier nach Kona zurückzukommen.

Auch freue ich mich jetzt auf eine spannende Zeit, in der ich mich noch tiefer mit dem weiblichen Zyklus und den vorhandenen Möglichkeiten auseinandersetzen möchte und vor allem auf ein konstantes gutes Wintertraining, um eine solide Basis für die nächste Saison aufzubauen.

Danke an meinen Coach Roy Hinnen, dass du mich auch dieses Jahr durch alle Hochs und Tiefs begleitet und geführt hast. Dank Dir konnte ich sogar nach dieser turbulenten Saison und einer doch eher kurzen Aufbauphase wieder in meiner bestmöglichen Form an der Startlinie stehen. Es war ein unbeschreibliches Gefühl und ich war ready to race. Nur mein Zyklus hat uns einen Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb freue ich mich umso mehr auf weitere Gelegenheiten.
Let's go on. 

Zum Glück hatten wir anschliessend noch eine Woche Zeit, um die Insel zu geniessen und zu erkunden. Zum Beispiel für den Besuch des eindrücklichen Botanischen Gartens mit seiner Pflanzenvielfalt, unzähligen Blumen und Blätter und auch Statuen. Dann Manta-Rochen beobachten in der Nacht kann ich auch sehr empfehlen und die Besichtigung des Black-Sand-Beach, einer Lava-Tube, Wanderung durch den Vulkan-Neben-Krater und mit etwas Glück das Miterleben des Kilauea Vulkans beim Ausbruch. 
Und natürlich hat es uns immer wieder zum Magic Sands Beach hingezogen zum Schwimmen, wo wir dann auch den letzten Sonnenuntergang vor dem Rückflug nochmals genossen haben.

Ergebnisse

2025